Monthly Archive for January, 2008

25 Jahre Adobe: Das ginge auch billiger!

Adobe hat in den 25 Jahren seiner Unternehmensgeschichte interessante Entscheidungen im Kampf um die Vorherrschaft bei Publishing-Werkzeugen und Web-Technologien gefällt. Dazu zählt u. a. die rund um 1995 getätigte Übernahme des Unternehmens Aldus. So hat Adobe letztendlich die Vorherrschafft im Publishing-Bereich manifestiert. Aldus FreeHand ging dabei übrigens nicht an Adobe sondern über den Umweg AltSys an Macromedia – sonst hätte Adobe bereits 1995 mit Illustrator und FreeHand den Markt der Illustrationsprogramme beherrscht; Durch die Übernahme von Macromedia inkl. FreeHand im Jahr 2005 hat sich das Thema ja dann ohnehin erledigt.

Ebenfalls 1995 hatte Adobe die Chance, Flash zu erwerben – damals noch unter der Bezeichnung FutureSplash und im Besitz des Unternehmens FutureWave. Adobe zeigte jedoch kein Interesse und so ging das ganze Paket dann ein Jahr später an Macromedia. Erst im Jahre 2000 versuchte Adobe mit LiveMotion ein vergleichbares Produkt auf die Beine zu stellen, welches es jedoch nur bis zu Version 2 schaffte. Schade, denn es gab einige viel versprechende Konzepte.

Im Entstehungsjahr von LiveMotion gab es dann auch noch Arbeit für die Rechtsanwälte. Denn Adobe verklagte Macromedia. Mit dem Ergebnis, dass Macromedia die Benutzerführung der eigenen Anwendungen ändern musste. Wirklich was gebracht hat offensichtlich jedoch weder LiveMotion noch die Klage gegen Macromedia. Und so hat sich Adobe dann im Jahr 2005 Macromedia schließlich komplett einverleibt. Im Zuge der Creative Suite 3 durften die ehemaligen Macromedia Produkte dann 2007 auch wieder den Adobe Bedienkonzepten folgen.

Der Markt im Publishing-Bereich ist offensichtlich verteilt und mit Quark ist auch nur noch ein ernst zu nehmender Mitbewerber übrig. Das Web und dessen nun auch auf dem Desktop verfügbare Ableger wie AIR versprechen da in den kommenden Jahren mehr Spannung: Zwar ringt mit Macromedia ein Konkurrent weniger um die Vorherrschaft, aber Microsoft und Google sind ja auch noch da…

Und zum Abschluss im Andenken an 25 Jahre Adobe eine unvollständige Liste an Produkten, die in diesen vielen Jahren auf der Strecke geblieben sind: Action, Aria, Backstage, Clip Media, ComicWorks, Deck II, Dreamweaver Ultradev, EPS Exchange, Extreme 3D, Fauve Matisse, FilmMaker, Fontographer, Generator, Kawa, LifeForms, MacRecorder, MacRecorder Sound System Pro, MacRenderMan, MacroMind Accelerator, MacroModel, Magic, MediaMaker, MediaMaker Connectivity Kit, Metamorphosis Pro, Milo math program, ModelShop, MusicWorks, QuickPICS, Pathware, RenderMan for Windows, RoboScreenCapture, Sam’s Web Publishing Kit with Backstage, Sitespring, SoundEdit, SoundEdit 16, Spectra, Swivel 3D, Swivel Art, SwivelMan, Three-D, TitleMaker, VideoWorks, xRes…

Flex Framework via ActionScript nutzen

English: The following article describes how you can use the Flex Framework via ActionScript without the usage of MXML (or to be honest with only one little initial line of MXML).

Deutsch: Ralf (bokel) hat sich bereits intensiv damit beschäftigt, wie sich das Flex Framework ohne MXML nutzen läßt. Ganz ohne scheint es ja nicht ohne erheblichen Aufwand zu gehen, da der Compiler ein Rumpf-MXML benötigt, um den kompletten und recht umfangreichen Code zu generieren. Neben Ralfs Ansatz mit dem Initialisieren-Ereignis habe ich noch eine weitere Lösung gefunden: Letzendlich kann man sich die Vererbung zu nutze machen und eine eigene Application ableiten, in der drin dann alles programmiert wird.

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package{ 
  import mx.core.Application; 
   public class MyApplication extends Application { 
      public function MyApplication() { 
         // singleton 
         super(); 
         if (!MyApplication.application) { 
            MyApplication.application = this; 
         } 
      } 
      /* 
       * Everything starts here 
       * right after the initialization 
       */ 
      override public function initialize():void { 
         super.initialize(); 
         // place your code here 
      } 
   } 
}

Als MXML reicht dann folgendes Mini-Dokument:

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<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?> 
<mynamespace:MyApplication xmlns:myNamespace="*" usePreloader="false" />

Buchtipp Trickfilm

„The Encyclopedia of Animation Techniques“ ist der prämierte Klassiker für alle ambitionierten Trickfilmer und solche, die es werden wollen. Richard Taylor beschreibt die wichtigsten Aspekte des Trickfilms und seiner Erstellung anhand von vielen ansprechenden Beispielen. Zwar mangelt es dem Buch mit nur knapp 170 Seiten etwas an Tiefgang, dafür erhält der Leser jedoch in kürzester Zeit das wesentliche Handwerkszeug, um einen Trickfilm – egal ob mit Farbe, Sand oder Puppen – zu produzieren. Von der Konzeption, über das gestalterische Handwerkszeug bis hin zum Sound werden alle Themen behandelt. Selbst die Finanzierung eines Projektes kommt dabei nicht zu kurz. Dabei gelingt es dem Autor spielend, den Leser für den Trickfilm zu Begeistern. Nach der Lektüre der einzelnen Kapitel würde man am liebsten gleich loslegen.

„Encyclopedia of Animation Techniques“
Autor: Richard Taylor
Preis: ca. Euro 30,-
ISBN: 0240515765
Erscheinungsdatum: Focal Press, 1999
Link: http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/0240515765/wolter-21

Buchtipp Usability

Unter dem Titel „The Psychology of Everyday Things“ hat der Usability Experte Donald A. Normann die alltäglichen Beispiele schwer odver gar nicht bedienbarer Produkte zusammengetragen. Diese Lektüre hilft, die eigene Wahrnehmung bzgl. benutzerfreundlicher Gestaltung jedweder Bedienelemente zu sensibilisieren. Insbesondere die Entwickler und Gestalter von Anwendungsoberfllächen sollten sich mit diesem Buch beschäftigen, zumal es auch sehr Unterhaltsam geschrieben ist.

„The Psychology of Everyday Things“
Autor: Donald A. Normann
Preis: ca. Euro 30,-
ISBN: 0465067093
Erscheinungsdatum: Basic Books, 2000
Link: http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/0465067093/wolter-21

Buchtipp Refactoring

Martin Fowler beschäftigt sich in dem Buch „Refactoring“ mit dem gleich lautenden Thema. Also der Kunst, vorhandenen Programmcode zu verbessern. Und das gelingt ihm gemeinsam mit den anderen Autoren ausgesprochen gut. Bereits das erste Kapitel ist überzeugend und stellt anhand eines einfachen und dennoch gelungenen Beispiels die verschiedenen Aspekte des Refactorings vor. Seit langem das Beste Kapitel, dass ich in einem „Computer-Buch“ gelesen habe. Dass darauf folgende Kapitel beleuchtet die eher akademischen Aspekte des Für und Wieder. Sinnvoll, aber verglichen mit dem brillianten Einsteig etwas zäh und mit einigen Wiederholungen. Der weitaus größte Teil des Buches widmet sich den verschiedenen Arten des Refactorings anhand von Beispielen und zeigt die Vorgehensweise systematisch auf. Für jeden der zumindest Grundkenntnisse in der Objektorientierten Programmierung (OOP) hat, ist dieses Buch ein Muss: Egal ob es für den „Profi“ darum geht, seine Arbeitsweise zu verbessern oder für den Einsteiger die Idee hinter Objektorientierung besser zu verstehen.

„Refactoring - Improving the Design of Existing Code“
Autoren: Martin Fowler, Kent Beck, John Brant, William Opdyke
Preis: ca. Euro 50,-
ISBN: 0201485672
Erscheinungsdatum: Addison-Wesley, 1999
Link: http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/0201485672/wolter-21