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Upcoming / Meine (beruflichen) Vorsätze für 2012

2011 war ein Jahr der Konsolidierung und Orientierung. Die Konsolidierung ist auch weitestgehend geschafft: Nach mehr als 10 Jahren Flashforum, FFK und beyond-tellerrand möchte ich wieder mehr Trainings, Vorträge und Inhalte liefern, statt selber Konferenzen zu organisieren und Communities zu betreiben. Die Orientierungsphase – also was genau dann der Schwerpunkt meiner Arbeit ist und wo mein Lebensmittelpunkt sein wird – ist noch nicht ganz abgeschlossen, aber es stehen bereits ein paar spannende längerfristige Projekte an, die sich hoffentlich noch im Frühjahr klären.

So oder so hoffe ich, mich wie schon im vergangenen Jahr weiter viel mit der Entwicklung von geräteübergreifenden Anwendungen in der Praxis beschäftigen zu können – ganz egal ob es sich um Haushaltsgeräte, Smartphones, Spielekonsolen, Tablets oder was auch ummer handelt. Mein persönlicher Vorsatz für das neue Jahr ist deshalb auch wieder, neue Technologien zu lernen und bekannte weiter zu vertiefen. Kurzfristig habe ich mir vorgenommen, mehr mit .Net Gadgeteer zu machen, um noch besser zu verstehen, wie einfach man eigene Hardware-Prototypen umsetzen kann. Außerdem werde ich mich weiter in Unity3D einarbeiten, da ich diese Plattform für vielversprechend halte und ich eh mit JavaScript und C# zwei der wesentlichen Programmiersprachen dafür in Petto habe. Apropos JavaScript: Meine bereits ausgearbeiteten Trainingsinhalte zu ECMAScript würde ich gerne auf den neusten Stand bringen – noch bin ich aber nicht sicher, ob ich das im Zusammenhang mit Windows 8 oder doch eher hinsichtlich HTML oder einer anderen Welt (wie dem oben erwähnten Unity3D) machen sollte…

Intermediales Design schaut über den Tellerrand

Der Studiengang Intermediales Design der FH Pforzheim schaut nicht nur über den Tellerrand sondern fährt vom 21. bis zum 22. November zur „beyond tellerrand“ nach Düsseldorf. Zahlreiche hochkarätige internationale Referenten versprechen ein inspirierendes Programm sowohl für Web-Professionals als auch für angehende Entwickler und Designer.

Wer sich schon immer mit dem Internet der Dinge und Pervasive Computing beschäftigen wollte, Interesse an Next Generation Media in Hard- und Software hat und sich für die interdisziplinäre Kombination von Design und Development begeistert, sollte diese Chance nutzen. Und wer sich darüber hinaus mit dem Gedanken beschäftigt, diese Themen zu studieren, dem stehe ich als Dozent der FH Pforzheim Rede und Antwort. Denn das Sommersemester ist nicht mehr lange hin…

Sydney

Lange schon wollte ich es versuchen, und nun ist es endlich gelungen: „Exploring Business Opportunities“ in Sydney! Es hat ich gelohnt: Denn in einem Land mit beinahe Vollbeschäftigung wird auch ein propeliger Consultant oder Developer durchaus sehr gut behandelt. An Möglichkeiten diesem Ausflug nun eine längere Zeit vor Ort folgen zu lassen mangelt es somit nicht – sofern man dann auch die Courage zum Auswandern hat und das soziale Umfeld mitspielt. Denn das einzige Schlimme für mich war, dass ich all das Schöne (und davon gab es reichlich) vor Ort nicht mit meiner Frau und meinen Kindern teilen konnte.

Sydney ist eine großartige Stadt die selbst im Winter (im Juli ist dort halt Winter mit nur 15 bis 20 Grad) viel zu bieten hat. Die Stadt ist eine eindrucksvolle Metropole mit vielen abwechslungsreichen Stadtteilen und Vororten, traumhaften Stränden und atemberaubenden Nationalparks. Selbst in der Innenstadt sieht man exotische Pflanzen und Tiere wie bunte Papageien – tödliche Spinnen und Schlangen sind mir glücklicherweise erspart geblieben und laut meiner Bekannten vor Ort auch deutlich weniger Gefährlich als zum Beispiel Autofahren.

Innerhalb der Woche habe ich mich um geschäftliches Bemüht und habe dabei die australische Art sehr genossen – ich bin selbst ein wenig überrascht. Das liegt vermutlich daran, dass mir auf der einen Seite ein wenig mehr Gelassenheit durchaus gut tut und dass es auf der anderen Seite durchaus ein Vorteil ist, mit den (sorry, jetzt wird es abgedroschen) deutschen Tugenden zu glänzen. Außerdem hat mir das hohe Maß an Eigenverantwortung der Entwickler und Designer gefallen. Und es stimmt nicht, dass die Australier nur nebenbei arbeiten gehen würden und sonst surfen: Die Arbeitszeiten unterscheiden sich nicht von den deutschen Gepflogenheiten und es gibt sogar weniger Urlaubstage.

Die Menschen in Sydney sind sehr angenehm und freundlich – vielleicht ein wenig unverbindlich aber mir kamen sie niemals oberflächlich vor (aber was kann man da schon nach drei Wochen sagen). Außerdem sprechen die Eingeborenen ein sehr eigenes australisches Englisch und haben einen ausgeprägten Nationalstolz. In der kurzen Zeit habe ich schon erste Freunde gefunden und viele schöne Abende mit den Einheimischen erlebt.

Die typischen Sehenswürdigkeiten habe ich mir natürlich auch angeschaut. Kurz: Das ist einfach der Wahnsinn, was dort geboten wird. Aber leider ist das alles auch ganz schön teuer zumal der aktuelle Umrechnungskurs da zusätzlich übel mitspielt. Ein Zoobesuch mit Snack und Cappuccino kostet schnell umgerechnet 50 Euro. Aber wer sich mit dem Gedanken plagt dorthin auszuwandern, der sei beruhigt: Die Gehälter entsprechen den höheren Lebenshaltungskosten. Wer jedoch Kinder hat, der sei gewarnt: Ohne dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung kommen für die Schule schnell fünfstellige Summen zusammen…